FOTOGRAFIN

(gewidmet Penelopé)

Es war dieser Tag …

… ein Tag, der unvergessen bleiben wird. Für mich. Es war Ostersonntag und in meinem Osternest lag eine kleine Spiegelreflexkamera. Wirklich klein im Vergleich zu meiner jetzigen Kamera. Allerdings war die Kamera leicht und lag gut in meiner Hand. Die Freude war riesig und so machte ich mich sofort mit meiner Hündin Penelopé auf den Weg, um ein schönes Foto von ihr zu machen. Es sollte das letze Foto werden, das ich von meinem geliebten Hund bekam. 2 Tage später musste ich sie gehen lassen. Und dieses schmerzliche Ereignis lässt mich bis heute nicht los. Ich begann ohne Unterlass zu fotografieren. Alles, was mir vor die Linse kam. Ich fotografierte und fotografierte und fotografierte… so, als ob ich meine Hündin damit wieder lebendig bekommen könnte. Seither bedeutet mir die Fotografie alles! Durch mein manisch vieles Fotografieren entwickelte ich mich weiter, holte meinen eigenen Stil hervor, bildete mich weiter, besuchte Foto-Kurse und -Workshops bei namhaften Fotografen der Jetztzeit. Ich arbeitete Tag und Nacht, um mich in die gängigen Bildbearbeitungsprogramme einzuarbeiten, fing an zu studieren. Und ganz nebenbei wurden meine ersten fotografischen Ergebnisse ausgezeichnet. Auf die Frage, mit welcher Kamera ich meine Fotos erstellen würde, wich ich immer aus, denn ich wusste, ich habe eine „Mädchenkamera“, eine, die eigentlich gar keine Qualität z.B. im Bereich Schärfe hervorbringen dürfte (in den Augen der anderen Fotografen). Da ich jedoch erst am Anfang stand, konnte ich mir ein teures Foto-Equipment schlichtweg nicht leisten. Heute weiß ich eines und zu diesem Zitat von G. Freund stehe ich auch: „Das Auge macht das Bild, nicht die Kamera.“ Dazu kommt jede Menge Wissen, Fleiß, Kreativität und Demut vor den noch so kleinen Kostbarkeiten, die das Leben schenkt.

Nach und nach baute ich meine kleine Foto-Manufaktur ANJA FOTO GRAFIA FOTOGRAFIE auf, eine Firma, die heute von Foto-Shootings aus den Sektionen Menschen, Tiere aber auch WildLife für Verlage getragen wird. Immer, wenn ich meine Kamera in der Hand halte, um meiner Passion zu folgen, ist es, als wäre sie bei mir. Sie schaut mich an, legt mir ihre Pfote auf die Schulter und stupst mich weiter nach vorne. Ein Windhauch umhüllt mich dann und ich weiß, alles ist gut.

Wer vor meiner Kamera steht, kann sich eines sicher sein: Ich bin sehr darauf bedacht, Fotos umzusetzen, die Emotionen erwecken. Weil ich meine Models so sehe, wie sie sich selbst oder ihr Tier sehen: MIT HERZ UND SEELE.

 

„(…) Wenn ich abends zu Bett gehe und mir sagen kann, wir haben etwas Wunderbares gemacht… das ist wichtig für mich.“

Steve Jobs, The Wall Street Journal